Die Gründer des Arbeitergesangvereins im Gründungsjahr 1910
Die von dem gebürtigen Leipziger Emil Gersdorf gefertigte Vereinstafel
Die Tafel wurde 1933 von Wilhelm Ruß vor dem Nazi-Regime versteckt und tauchte bei der Wiedergründung des Vereins in 1950 wieder auf.
Heute hängt die Vereinstafel im Archivraum der Liederlust im Bürgerhof Ostheim.
Zum Preis von „3,- Mark“ lud der Gesangverein am 30. Januar 1921 zu einem Theater-Abend ein, mit dem deutlichen Hinweis „Das Rauchen ist strengstens verboten.“
Das „Stuhlkonzert“ (Es wurden im Saal keine Tische gestellt.) am 19. März 1922 fand „unter gefälliger Mitwirkung“ von Fräulein Voller und Herrn Klehm statt. Der Eintritt hat sich im Vergleich zum Theaterabend im Vorjahr verdoppelt.
„Im Konzertsaal des Kurhauses zu Bad Nauheim“ stellt sich der Chor der Liederlust im Mai 1922 mit zwei Liedvorträgen den Kritikern. Nach dem ersten Lied war die Jury sicher, dass der Chor „bedeutend Besseres zu leisten vermag.“ Dem Chor wurden sodann beim zweiten Lied „sehr gute Leistungen“ attestiert.
Beachtenswert auch die Leistung der Freien Sänger aus Kilianstädten, deren Liedbeitrag „eine der Gipfelleistungen des Tages“ war.
Das Pfingstkonzert am „1. Pfingstfeiertag 1926“ fand „abends um 7 ½ Uhr“ wieder unter der „gefl. Mitwikung“ eines Fräuleins statt.
Das Konzert der Eintracht Ostheim war mit nunmehr „50 Pfennig“ ausgesprochen preiswert.
Auf der Programmrückseite wirbt der Verein:
Diene auch du dem Schönen Wahren Guten
Sangesfreudige Herren finden Freude und Erholung beim Arbeitergesangverein Liederlust 1910
An dem Chorkonzert am 8. November 1958 nahm erstmalig der neu gegründete Kinderchor teil.